Parkett schleifen – aber nur vom Profi

Ein abgenutzter Parkettboden muss nicht gleich ausgetauscht werden — oft reicht ein fachgerechtes Abschleifen, um ihm neuen Glanz zu verleihen. Daniel Fuchs, Geschäftsführer der D&P Bodenleger GmbH in Leibnitz, kennt die Fallstricke aus jahrelanger Praxis.
Wird zu aggressiv geschliffen, leidet die Substanz des Holzes dauerhaft. Wird zu vorsichtig gearbeitet, bleiben alte Kratzer und Verfärbungen sichtbar. Die richtige Körnung, der passende Anpressdruck und die Erfahrung, wann ein Boden genug hat, entscheiden über das Ergebnis.
Nach dem Schliff sorgt eine saubere Versiegelung dafür, dass der Boden wieder Jahrzehnte hält — vorausgesetzt, die Vorarbeit stimmt.
Der Ablauf einer professionellen Sanierung
Am Anfang steht der Grobschliff, meist mit einer Körnung um 40, um alte Lackreste, tiefe Kratzer und Unebenheiten zu entfernen. Danach folgt ein Zwischenschliff mit feinerer Körnung (etwa 60 bis 80), der die Schleifspuren des Grobschliffs egalisiert.
Den Abschluss bildet der Feinschliff mit Körnung 100 bis 120, der die Oberfläche für die Versiegelung vorbereitet. Randbereiche und Ecken, die die große Schleifmaschine nicht erreicht, werden separat mit einer Kantenschleifmaschine bearbeitet — hier entstehen die sichtbarsten Unterschiede zwischen Profi- und Laienarbeit.
Zwischen den einzelnen Schritten wird der Staub konsequent abgesaugt, da bereits kleine Rückstände beim nächsten Durchgang neue Kratzer verursachen können.
Körnung richtig wählen
Je niedriger die Körnungszahl, desto grober das Schleifmittel und desto mehr Material wird abgetragen. Grobe Körnung entfernt zwar schnell alte Beschichtungen, hinterlässt aber tiefere Riefen, die im nächsten Schritt wieder herausgearbeitet werden müssen.
Wird ein Schritt in der Körnungsabfolge übersprungen, bleiben feine Kratzer der vorherigen Stufe sichtbar — besonders bei hellen Hölzern oder matten, offenporigen Oberflächen fällt das nach dem Ölen oder Lackieren deutlich auf.
Wie oft lässt sich ein Boden überhaupt schleifen?
Entscheidend ist die Nutzschicht — die Holzschicht oberhalb der Nut-Feder-Verbindung bzw. der Trägerplatte. Bei jedem Schliffdurchgang gehen je nach Zustand des Bodens etwa 0,3 bis 0,8 mm Material verloren.
Massivparkett mit einer Nutzschicht von 10 bis 15 mm lässt sich in der Regel mehrfach über Jahrzehnte hinweg abschleifen. Bei Fertigparkett mit einer Nutzschicht von oft nur 2 bis 4 mm sind meist nur ein bis zwei Schliffe im gesamten Lebenszyklus möglich, bevor die Trägerschicht freigelegt würde.
Vor jedem Auftrag prüft D&P Bodenleger deshalb die verbleibende Nutzschichtdicke, um einen Boden nicht versehentlich irreversibel zu schädigen.
Versiegelung: Öl oder Lack?
Lack bildet einen geschlossenen Film auf der Holzoberfläche, ist widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit und pflegeleicht im Alltag. Kratzer und Abnutzung sind allerdings erst nach einer kompletten Neuversiegelung wieder zu beheben.
Öl zieht ins Holz ein und lässt die natürliche Struktur und Haptik des Holzes stärker erhalten. Der Boden wirkt matter und wohnlicher, braucht dafür aber regelmäßige Nachpflege in einzelnen, stärker beanspruchten Bereichen — dafür lassen sich diese Stellen gezielt nachbehandeln, ohne den ganzen Raum neu zu bearbeiten.
Welche Variante passt, hängt von Nutzung, Optikwunsch und Pflegeaufwand ab — ein Punkt, den Daniel Fuchs im Beratungsgespräch mit jedem Kunden individuell durchgeht.
Fragen zu Bodensanierung bei D&P Bodenleger GmbH?
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